Trading Begriffserklärung 2017-12-19T12:51:01+00:00

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Trading Begriffserklärung

Ask & Bid

Ask/Bid sind Synonyme für Kauf/Verkauf. Ask kommt aus dem englischen und bedeutet ähnlich wie „What price is asked of me?“ (Welcher Preis wird von mir gefragt?) um den Kaufpreis (zu welchem Preis man das Instrument kaufen kann) darzustellen. Bid hingegen bedeutet „What price is bid to me?“ (Welcher Preis wird mir angeboten?) um den Verkaufspreis darzustellen. Ask/Bid beziehen sich grundsätzlich auf den Broker und nicht auf den Trader (Nach welchem Preis fragt der Broker damit ich kaufen kann/Welchen Preis bietet mir der Broker zum Verkauf an?).

Basiswert (aka Underlying/Bezugswert)

Die Kursschwankungen von Derivaten hängt von dem zugrundeliegenden Finanzprodukt ab (da sie kein eigentliches Besitzrecht einräumen, sondern nur gegenseitige Verträge sind). Dieses zugrundeliegende Finanzprodukt wird Basiswert genannt. Erhöhungen des Basiswertes haben logischerweise auch eine Erhöhung des Derivats zur Folge. Umgekehrt gilt dies für Verringerungen.

Bearish

Bearish bezeichnet einen pessimistischen Ausblick auf die zukünftige Marktrichtung (z.B. fallende Kurse). Das Gegenteil davon ist Bullish. Der Ausdruck Bearish ist von Bären inspiriert, da Bären oft als träge gelten.

Broker

Broker sind Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer, die im Auftrag eines Kunden Kauf/Verkaufsaufträge durchführen. Broker bieten Handelsplattformen an auf denen Trades durchgeführt werden können. Die meisten Broker finanzieren sich durch Spreads oder Kommissionen.

Bullish

Bearish bezeichnet einen optimistischen Ausblick auf die zukünftige Marktrichtung (z.B. steigende Kurse). Das Gegenteil davon ist Bearish. Der Ausdruck Bearish ist von Stieren inspiriert, da Stieren oft als aktiv und energiegeladen gelten.

CFD (Contract for Differences)

Contract for Differences (dt. Differenzverträge) sind Derivate mit Hebel/Leverage-Funktion und ermöglichen so mit großen Summen zu handeln und dadurch hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste zu erzielen. CFDs sind also eine Sub-Kategorie von Derivaten.

Day Trading

Day Trading bedeutet, wie der Name sagt, Trading welches auf einen Tag beschränkt ist. Das heißt man öffnet und schließt Positionen am selben Tag und erhofft sich durch die täglichen Preisschwankungen einen Gewinn.

Demokonto

Viele Broker bieten bei ihren Trading Plattformen Demokonten an. Diese Konten sind bereits mit (fiktivem) Kapital bestückt und ermöglichen so einen risikofreien Einblick in den Markt sowie der Plattform selbst.

Derivate

Derivate sind gegenseitige Kaufverträge über ein bestimmtes Gut. Der Unterschied zum Handel mit normalen Gütern besteht darin, dass man bei Derivaten kein eigentliches Besitzrecht gegenüber dem Objekt hat. Das heißt: Kauft man 500 Derivate von Öl (in Barrel), heißt das nicht, dass man 500 Barrel Öl besitzt, sondern man hat einen Kaufvertrag von 500 Barrel. Diesen Kaufvertrag kann man wiederverkaufen (entweder zur Gänze oder teilweise) und einen Gewinn daraus erzielen.

ETF (Exchange-Traded Fund)

ETFs sind börsengehandelte Fonds und können ähnlich wie Aktien und Indexfonds (engl. Indices) gehandelt werden.

Floating

Floating (engl. Schweben) bezeichnet im Trading die Variabilität des Spreads in Hinblick auf Marktbedingungen. Zum Beispiel könnte der Spread sich bei einem Aufwärtstrend vergrößern oder sich bei einem Abwärtstrend verringern.

Forex (Foreign Exchange)

Forex bezeichnet den Handel mit Währungen (spezifischer Währungspaaren) und ist der größte Markt für Trader.

Hebel/Leverage

Im Grunde genommen sind Hebel wie Kredite, welche es ermöglichen mit relativ wenig Eigenkapital Trades mit hohen Summen durchzuführen (= Leverage-Effekt). Dies erfolgt durch einen Zuschuss von Fremdkapital seitens der Broker. Bei einem Eigenkapital von 100€ bedeutet ein Hebel von 1:100, dass man Trades bis zu einer Summe von 10.000€ (100×100€) durchführen kann. Davon sind 100€ Eigenkapital und 9.900€ Fremdkapital. Der Gewinn der durch den Leverage-Effekt erzielt wird gehört jedoch zur Gänze dem Trader. Die meisten Broker finanzieren den Leverage-Effekt durch den Spread.

Hedging

Hedging bezeichnet die Eröffnung einer Gegenposition bei einer bestehenden offenen Position um Verluste zu überbrücken (eliminieren bzw. minimieren). Beispielsweise kann eine Kaufposition von 1000€ durch die Eröffnung einer Verkaufsposition um dieselbe Größe „gehedged“ werden.

Zur näheren Erläuterung:

Bei einer Kaufposition möchte man niedrig kaufen und hoch verkaufen. Man spielt also den Käufer. Bei der Verkaufsposition spielt man den Verkäufer und möchte dasselbe, jedoch funktioniert dies auf eine umgekehrte Weise. Zum Beispiel beträgt der EUR/USD Kurs 1,118 (für 1€ erhält man 1,118$). In der Kaufposition wird Euro gekauft und man erhofft sich durch eine Steigerung des Euro gegenüber dem Dollar (z.B. 1€ kann somit 1,2 kaufen = mehr $) einen Gewinn. In der Verkaufsposition wird Dollar gekauft und somit führt jegliche Steigerung des Euro zu einem Verlust (stärkerer Euro à weniger $ pro €). Man setzt also bei der Verkaufsposition nicht auf einen Anstieg, sondern einem Abstieg.

Beim Hedging bedeutet dies (bei gleicher Kauf- und Verkaufsgröße), dass jeglicher Gewinn durch einen Verlust kompensiert wird. Dies führt theoretisch zu einer +/- 0 also einer Zero-Sum Rechnung. In der Praxis können aber Verzerrungen entstehen, sodass es nicht unbedingt zu einer Zero-Sum Rechnung kommt.

Kommission (engl. Commission)

Eine Kommission wird hauptsächlich auf Trades erhoben und kann in Prozent oder in Währung ausgedrückt sein. Eine Kommission von 2% auf einen Derivatenkauf von insgesamt 1000€ bedeutet, dass der Trader 20€ bezahlen muss um die Position zu eröffnen. Die Kommission kann auch auf einen Verkauf erfolgen und kann somit Gewinne stark vermindern.

Limit Order

Eine Limit Order löst einen automatischen Kauf/Verkauf aus sobald ein bestimmter Kurs (Preis) erreicht worden ist. Dabei befindet sich der Preis beim Kauf unter und beim Verkauf über dem Marktpreis (das Gegenteil zur Stop Order). Im Trading Bereich unterscheidet man zwischen 2 Arten von Limit Ordern: Buy Limit Order und Sell Limit Order.

Ein Beispiel zu Verständlichkeit wird hier erwähnt:

Der Goldkurs liegt auf einen Marktpreis von 1000€. Ein Trader möchte kaufen und setzt Buy Limit Order auf 999€ mit einer festgesetzten Menge. Sobald sich der Marktpreis bei 999€ (oder darunter) befindet, wird die Buy Limit Order automatisch durchgeführt und die entsprechende Menge gekauft.

Bei einer Sell Limit Order von 1001€ würde die Order ausgelöst sobald der Kurs 1001€ (oder darüber) erreicht (um rechtzeitig Profit zu machen).

Liquidität

Liquidität in Bezug auf Trading bezeichnet das gesamte Handelsvolumen eines Finanzinstruments pro Tag. Eine hohe Liquidität kann bedeuten, dass mehr als 100 Mio.€ pro Tag gehandelt werden (Kauf + Verkauf) und deswegen der Kauf und Verkauf des Instruments wenig Auswirkungen auf den Marktpreis hat. Andersherum bedeutet eine niedrige Liquidität, dass der Kauf und Verkauf den Marktpreis stark beeinflussen kann (da das Handelsvolumen gering ist).

In anderen Worten ausgedrückt: Wenn viele Leute Lottoscheine kaufen (1 Mio.), hat der Kauf eines weiteren Lottoscheins kaum Auswirkungen auf die Gewinnchance (= hohe Liquidität). Wenn aber wenige Leute Lottoscheine kaufen (5), führt der Kauf eines weiteren Lottoscheins zu einer großen Reduzierung der Gewinnchance.

Long & Short

Beim Kauf/Verkauf von Derivaten erhält man manchmal statt einem Buy/Kauf-Button ein Long-Button und beim Sell/Verkauf einen Short-Button. Long/Short sind Synonyme von Kauf/Verkauf. Wieso es Long und Short heißt? Das weiß angeblich keiner mehr…

Lot-Größe

Die Lot-Größe wird üblicherweise bei Forex benutzt und bezeichnet eine festgesetzte (Mindest-) Handelsgröße. Zum Beispiel kann 1 Lot für 100.000 Einheiten stehen.

Margin

Margin dienen dem Broker als Schutz vor Schulden und bezeichnen ein Mindestkapital die der Trader auf seinem Konto besitzen muss, damit seine Position offen bleibt. Bei einer Position von 1000€ und einem Margin von 5%, heißt das, dass mindestens 50€ auf dem Konto des Traders vorhanden sein muss, da sonst seine Position automatisch (egal ob Verlust oder Gewinn) geschlossen wird.

Margin Call

Ein Margin Call ist eine Erinnerung vom Broker für den Trader, Geld auf das Handelskonto einzuzahlen, damit der notwendige Margin erhalten bleibt um offene Positionen beizubehalten. Der Trader hat dafür für eine bestimmte Zeitperiode die Möglichkeit Geld einzuzahlen um eine automatische Schließung seiner Positionen zu verhindern.

Positionen öffnen/schließen

Wenn man als Trader etwas kauft, heißt dies man eröffnet eine (Kauf)Position. Wenn man das Gekaufte wiederverkaufen will, bedeutet das, dass man eine (Kauf)Position schließt. Umgekehrt gilt dies für die Eröffnung & Schließung einer Verkaufsposition. Z.B. ein Trader kauft 100 Aktien zum Preis von 1000€ = Der Trader hat eine (Kauf)Position von 100 Aktien zum Preis von 1000€ eröffnet.

Pip (Percentage in Point)

Pips werden benutzt um die Kurse und Schwankungen von Währungspaaren zu definieren. 1 Pip ist eine Veränderung um 0,0001 (4te Dezimalstelle). Falls sich der Kurs von EUR/USD von 1,1187 auf 1,1190 erhöht, nennt man das eine Erhöhung um 3 Pip. Seit der Einführung des Pips hat sich auch der Begriff Pipette entwickelt, welches eine Veränderung von 0,00001 darstellt (5te Dezimalstelle).

Slippage

Da der Markt ständig Kursschwankungen ausgesetzt ist, kann es vorkommen, dass bei der Eröffnung/Schließung einer Position der angestrebte Kauf- Verkaufspreis vom eigentlichen Preis abweicht. Dies wird als Slippage bezeichnet. Eine langsame Orderausführung des Brokers (Lag) kann auch dazu führen, weshalb eine verlässliche Trading Plattform unabdingbar ist.

Spread

Unter Spread versteht man die Differenz zwischen dem angebotenen Kaufpreis und dem Verkaufspreis. Diese Differenz steht dem Broker als Gewinn zu. Ein höherer Spread erschwert es Gewinne im Trading zu erzielen, weswegen viele Broker mit niedrigen Spreads werben. Es gibt 2 Arten von Spreads: fixe Spreads und variable (floating) Spreads. Fixe Spreads ändern sich nicht egal wie stark der Markt fluktuiert während variable Spreads sich den Marktbedingungen anpassen.

Stop Order

Eine Stop Order ist ähnlich wie eine Limit Order und löst einen automatischen Kauf/Verkauf sobald ein bestimmter Kurs (Preis) erreicht worden ist. Der Unterschied liegt darin, dass Stop Ordern beim Kauf über und beim Verkauf unter dem Marktpreis liegen (das Gegenteil zur Limit Order). Im Trading Bereich unterscheidet man zwischen 2 Arten von Stop Ordern: Buy Stop Order und Sell Stop Order.

Ein Beispiel zu Verständlichkeit wird hier erwähnt:

Der Goldkurs liegt auf einen Marktpreis von 1000€. Ein Trader möchte kaufen und setzt Buy Stop Order auf 1001€ mit einer festgesetzten Menge. Sobald sich der Marktpreis bei 1001€ (oder darüber) befindet, wird die Buy Stop Order automatisch durchgeführt und die entsprechende Menge gekauft. Dies mag kontraintuitiv klingen, aber es gibt Situationen, wo dies sinnvoll ist (z.B. wenn man auf einen Aufwärtstrend setzen will.)

Bei einer Sell Stop Order von 999€ würde die Order ausgelöst sobald der Kurs 999€ (oder darunter) erreicht (um Verluste zu minimieren).

Stop-Limit Order

Eine Kombination von einer Stop Order und einer Limit Order. Ein Trader könnte einen Sell Stop von 999€ und einen Sell Limit von 1001€ setzen (= Stop-Loss Order + Take-Profit Order). Sobald der Kurs unter 999€ fällt wird verkauft um Verluste zu minimieren. Anders herum wird verkauft sobald der Kurs über 1001€ liegt um Gewinne zu erzielen.

Stop-Loss Order

Eine Variation der Sell Stop Order. Eine Stop-Loss Order ist, wie der Name schon sagt, dafür da um Verluste zu minimieren. Sie bezieht sich auf eine offene Position welche sich automatisch schließt (= verkauft) sobald der Kurs unter einem persönlich gesetzten Niveau sinkt (damit die Verluste nicht noch größer werden).

Swap/Rollover

Swaps/Rollover bezeichnet Gebühren die vom Broker erhoben werden falls eine Position über Nacht offen bleibt.  Der Swap kommt durch Zinsunterschiede zwischen den jeweiligen Währungen zustande und ist immer auf das Volumen zu beziehen.

Take-Profit Order

Eine Variation der Sell Limit-Order. Eine Take-Profit Order ist das Gegenteil einer Stop-Loss Order. Hierbei geht es um Gewinne, nicht Verluste. Eine Take-Profit Order schließt eine offene Position automatisch sobald ein persönlich gesetztes Niveau erreicht wird, welches über dem Kaufpreis liegt und somit ein bestimmter Gewinn erzielt wird.

Trailing Stop Order

Eine Variation der Stop-Loss Order. Normalerweise sind Stop-Loss Ordern fix und leiten einen automatischen Verkauf ein sobald der Kurs unter einem bestimmten Niveau fällt. Trailing Stop Ordern jedoch, können automatisch eine Stop-Loss Order anpassen, wenn der Kurs steigt.

Hier ein Beispiel:

Der Goldkurs befindet sich auf 1000€. Ein Trader kauft ein und setzt eine Trailing Stop Order von 5€. Dies bedeutet, dass seine Stop-Loss Order automatisch auf 995€ gesetzt wird. Fällt der Kurs darunter, wird sofort verkauft. Steigt jedoch der Kurs auf 1005€, wird die Stop-Loss Order automatisch auf 1000€ gesetzt. Trailing Stop Ordern sind sehr gut geeignet um Gewinne zu schützen.

Trend

Ein Trend bezeichnet eine klare Aufwärts/Abwärtsbewegung eines Finanzinstruments. Aus diesem Grund sprich man von Aufwärtstrends und Abwärtstrends.

Verifizierung

Bei den meisten Broker benötigt man keine Kontoverifizierung für eine Einzahlung, jedoch wird diese oft bei der Auszahlung verlangt. Verifizierungen geschehen anhand eines Lichtbildausweises und anderen notwendigen Dokumenten (Wohnanschrifts-Bestätigungs-Dokument, Kontoauszüge etc.) und dienen der Identitätsfeststellung.

Volatilität (engl. Volatility)

Volatilität bezeichnet die Stärke der Preisschwankungen eines Finanzinstruments. Wenn etwas hoch volatil ist, ist damit gemeint das die Kurse sehr stark, bzw. schnell, schwanken können und somit die Gewinnchance, aber auch die Verlustchance erhöht sind.