Trading für Einsteiger 2017-12-19T12:29:12+00:00

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Trading für Einsteiger

Was ist Trading?

Trading (dt. Handel) ist einfach gesagt der Kauf und Verkauf von Derivaten (= Verträge die wie Objekte gehandelt werden, näheres s. Begriffserklärung). Das Grundziel beim Trading besteht darin, wie sonst beim Handel üblich, Derivate billig zu kaufen und mit Gewinn zu verkaufen. Simpel oder? Natürlich muss man dabei auch aufpassen WANN man kauft und verkauft (am besten am Tiefpunkt kaufen und am Höchstpunkt verkaufen), jedoch liegt die Hauptschwierigkeit beim Trading darin genau diese Zeitpunkte (des Hochs und Tiefs) zu bestimmen/erahnen.

 

Wie kann ich traden?

Um zu traden benötigt man als Einzelperson einen Broker (= Vermittler) welcher dann im Namen des Kunden die Kauf-Verkaufsaufträge ausführt. Heutzutage findet man viele Broker im Internet, wo man auch auf deren Website direkt traden kann. Nach einer Anmeldung auf der Website der Wahl, und einer üblichen Kontoverifizierung, folgt dann die Einzahlung (Via Banküberweisung, Kreditkarte etc.). Hat man Geld eingezahlt, kann man schon direkt mit dem Trading beginnen.

Beim Traden kann man mit verschiedenen Derivaten (auch Instrumente genannt) handeln. Übliche Instrumente sind Aktien, Indizes, Devisen/Forex, Kryptowährungen (z.B. Bitcoin) und Rohstoffe (näheres s. Begriffserklärung). Dabei ist zu beachten, dass jedes der jeweiligen Instrumente verschiedene Vor-Nachteile hat. Manche sind sehr volatil (= stark schwankender Preis) bieten aber auch hohe Gewinne, andere sind eher stabil, bieten aber weniger Gewinne. Es ist wichtig das richtige Instrument (oder mehrere) für sich selbst zu finden.

Nachdem man einen Gewinn erzielt hat (oder aufhören möchte), kann man sich das Geld auszahlen lassen (üblicherweise per Banküberweisung oder Kreditkarte). Einfach gesagt folgt Trading diesem Schema: Einzahlung à Investition à Gewinn/Verlust à Re-Investition/Auszahlung

 

Wie kann ich Gewinne generieren?

Zusätzlich zu der Schwierigkeit Hoch-Tiefpunkte zu bestimmen, kommt ein weiteres Hindernis in der Form des Spreads hinzu (= Spanne zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis, die dem Broker als Gewinn dient, näheres s. Begriffserklärung). Jeder Broker hat einen Spread (sonst kann er ja kein Geld verdienen), der jedoch von Broker zu Broker verschieden sein kann. Hier ein Beispiel:

Man kann Gold zum Preis von 999€ (je Unze) verkaufen und zu 1000€ kaufen (üblicherweise im Format 999/1000 dargestellt). Wenn man sofort 1 Unze kauft und verkauft, hat man 1€ Verlust (-1000 + 999 = -1). Dieser 1€ ist der Spread und geht an den Broker als Gewinn. Um selber einen Gewinn zu machen ist es notwendig zu verkaufen, wenn der Verkaufspreis höher ist als der Einkaufspreis (in diesem Fall höher als 1000€). Logisch oder?

Der Spread bedeutet allerdings, dass es ein gewinnbringender Verkauf schwieriger gestaltet wird, da ein größerer Aufwärtstrend (= Preisanstieg) notwendig ist um Profit zu machen.

Als dritter Punkt kommt hier die Investmentgröße hinzu. Setzen wir das obige Beispiel fort: Wir kaufen 1 Unze Gold zu 1000€. Ein Aufwärtstrend kommt zustande und der Goldpreis beträgt 1002/1003. Wir verkaufen und erhalten 1002€. Somit beträgt unser Gewinn 2€. Nicht sehr viel.

Um wirklich Gewinn zu machen muss man natürlich genügend Geld investieren. Wie viel Geld man investieren möchte, sollte jeder Trader für sich selbst entscheiden und hängt auch von den gewählten Instrumenten ab. Je mehr man investiert, desto mehr Risiko besteht, aber desto mehr Gewinne kann man erreichen.

Zusammenfassung:

Um als Trader Erfolg zu haben sollte man auf Preisbewegungen gut achten damit man Aufwärts-Abwärtstrends rechtzeitig erkennen kann um mit viel Gewinn/wenig Verlust zu verkaufen und kaufen. Weiters sollte man evaluieren welche Spreads man in Kauf nehmen möchte. Möchte ich einen Broker mit kleineren Spreads, aber schlechteren Angeboten/Tools etc. oder einen Broker mit höheren Spreads und besseren Konditionen? Schließlich ist es wichtig festzustellen wie viel man bereit ist zu investieren. Da man als Trader nie immer gewinnt, sondern auch viel verlieren kann, sollte man auch geistig bereit sein die eingesetzte Summe zu verlieren.

 

Wie funktioniert ein Broker?

Broker sind ähnlich wie Vermittler und agieren im Auftrag des Kunden um Derivate zu kaufen/verkaufen. Die meisten Broker finanzieren sich durch Spreads (s. Begriffserklärung) und viele bieten eigene Trading-Plattformen an. Je mehr Trader ein Broker hat, desto mehr Handelsvolumen kommt zustande und desto mehr kann er am Spread verdienen.

Eine weitere Eigenschaft des Brokers sind die Hebel (auch Leverage genannt, s. Begriffserkärung). Hebel sind (wie Spreads) von Broker zu Broker unterschiedlich. Hebel ermöglichen es mit relativ wenig Geld in eine hohe Summe zu investieren und mehr potenziellen Gewinn zu machen. Bei einem Hebel von 1:100 heißt das, dass man mit nur 10€ Derivate für 1 Unze Gold zu 1000€ kaufen kann. Falls der Goldkurs steigt, erhält man auch den Profit zur Gänze.

Die meisten Broker bieten außerdem Demokontos an welche bereits eine fixe Summe an (fiktivem) Kapital zur Verfügung stellen. Dadurch kann man risikofrei die einzelnen Instrumente ausprobieren und erste Eindrücke an der Trading-Plattform sammeln.

 

Wie wähle ich meinen Broker aus?

Broker unterscheiden sich von Spreads, Hebel, Trading-Plattformen, den angebotenen Tools, Gebühren etc. Für die Wahl des richtigen Brokers ist es deshalb wichtig sich über die einzelnen Unterschiede im Klaren zu sein. Wie hoch darf der Spread sein? Möchte ich hohe Hebel verwenden oder lieber niedrige? Wie sind die Trading-Plattformen gestaltet (optisch, angebotene Funktionen etc.)? Welche Hilfsmittel stehen mir beim Trading zur Verfügung? Welche Gebühren verlangt der Broker und wie hoch sind sie (Inaktivitätsgebühr, Administrationsgebühr, Übernachtgebühr, Ein-Auszahlungsgebühr etc.)?

Manche Broker werben mit relativ niedrigen Spreads, andere bieten erstklassige Sicherheit und schnelle Auszahlung.

 

Tipps & Tricks

Viele erhoffen sich durch das Trading zum schnellen Reichtum zu kommen, jedoch ist auch sehr wahrscheinlich, dass das Gegenteilige eintreffen kann. Um die Chance auf Verluste zu minimieren, ist es ratsam die folgenden Ratschläge einzuhalten:

Am Anfang lieber langsam

Es mag spannend sein sofort hohe Geldbeträge einzuzahlen und hohe Gewinne abzurackern. In der Praxis tritt eher das Gegenteil ein und man ist schwuppdiwupp sein Geld los bevor man’s sich versieht. Aus diesem Grund sollte man es lieber langsam angehen lassen, kleine Beträge einzahlen, Kursentwicklungen beobachten, das richtige Instrument für sich selbst identifizieren und sich mit der Trading Plattform vertraut machen. Falls es ein Demokonto gibt: Unbedingt ausnutzen! Es ist eine sehr gute Möglichkeit risikofrei den Einstieg in die Trading-Welt kennenzulernen.

Keine Angst vor Rückschlägen

Als erfolgreicher Trader ist es unvermeidlich auch Verluste einstecken zu können. Niemand kann immer gewinnen, man muss auch verlieren können. Das wichtigste dabei ist, niemals die Hoffnung verlieren, sondern am Ball bleiben. Eine ausgeprägte Strategie ist wichtig, damit die Verluste auch verkraftbar sind. Stop-Loss Ordern können hohe Verluste vermeiden, deswegen unbedingt nutzen.

Informationen sammeln

Es braucht Zeit sich an die Profis anzunähern, aber jeder hat von Null angefangen. Es gibt viele Informationen, die im Internet zu finden sind, aber auch zahlreiche Bücher, die einem ein fundiertes Basiswissen geben. Falls man Bezug zu einem erfahrenen Trader hat, ist dies bereits eine sehr gute Chance sich weiterzubilden.